Unser umfassendes Glossar bietet Ihnen einen schnellen Zugang zu wichtigen Begriffen und Abkürzungen im Bereich der Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung. Von Treibhausgasemissionen bis hin zu internationalen Standards – wir haben alles für Sie zusammengefasst, um Ihr Wissen zu erweitern und Ihre Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen.

Das ABC der „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD)

Abkürzungen aus dem Nachhaltigkeitsberichtswesen

Bilanzierung

Bilanzierung bezieht sich auf den Prozess der Erfassung, Klassifizierung und Berichterstattung von finanziellen und nicht-finanziellen Informationen eines Unternehmens, einschließlich seiner Umwelt- und Nachhaltigkeitsleistung.

Biogenic Emissions

Biogene Emissionen sind Treibhausgasemissionen, die durch natürliche Prozesse wie die Zersetzung von organischen Materialien oder biologische Aktivitäten von Pflanzen und Tieren entstehen.

Cradle-to-Gate EF

Der Cradle-to-Gate EF ist ein Emissionsfaktor, der die gesamten Treibhausgasemissionen von der Rohstoffgewinnung (Wiege) bis zum Ende der Produktion (Tor) eines Produkts erfasst.

CSRD: Corporate Sustainability Reporting Directive

Die CSRD ist eine EU-Richtlinie, die die Offenlegung von nicht-finanziellen und nachhaltigkeitsbezogenen Informationen für bestimmte Unternehmen regelt, um Transparenz und Vergleichbarkeit zu fördern.

CDP: Carbon Disclosure Project

CDP ist eine gemeinnützige Organisation, die Unternehmen und Städte dazu auffordert, ihre Umweltauswirkungen zu offenbaren, insbesondere im Hinblick auf Treibhausgasemissionen, Wasser- und Waldbewirtschaftung, um Investoren und Kunden Transparenz zu bieten.

EF: Emissions Faktor

Der EF ist ein Maß für die Menge an Treibhausgasemissionen, die durch eine bestimmte Aktivität oder Prozess verursacht werden, oft ausgedrückt als Einheit der Emission pro Einheit der Aktivität.

EPD: Environmental Product Declaration

Eine EPD ist eine standardisierte Berichtsform, die Informationen über die Umweltleistung eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg liefert, basierend auf einer Ökobilanzierung gemäß internationalen Standards.

ESG: Environmental, Social, and Governance

ESG bezieht sich auf die Kriterien, anhand derer Unternehmen ihre Leistung in den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) bewerten und darüber berichten, um langfristige Nachhaltigkeit und Verantwortung zu fördern.

ESRS EI Climate Change: Environmental and Social Reporting System - Environmental Impact Climate Change

Das ESRS EI Climate Change ist ein Berichtssystem, das Unternehmen nutzen, um ihre Umwelt- und Sozialleistung hinsichtlich des Klimawandels zu messen, zu überwachen und zu kommunizieren.

GHG: Greenhouse Gas Emissions

GHG bezieht sich auf die Emissionen von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas, die maßgeblich zum Klimawandel beitragen.

GHD Protokoll: Greenhouse Gas Protocol

Das GHD-Protokoll ist ein international anerkannter Standard für die Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen, der von Unternehmen und Organisationen zur Messung ihres Kohlenstoff-Fußabdrucks verwendet wird.

GRI: Global Reporting Initiative

GRI ist eine internationale unabhängige Organisation, die Richtlinien für die Berichterstattung über die ökologische, soziale und ökonomische Leistung von Unternehmen entwickelt, um Transparenz und Verantwortlichkeit zu fördern.

GWP: Global Warming Potential

Das GWP ist eine Messgröße, die angibt, wie stark ein Treibhausgas im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2) zur Erderwärmung beiträgt, gemessen über einen bestimmten Zeitraum (normalerweise 100 Jahre). Es ermöglicht den Vergleich der relativen Auswirkungen verschiedener Treibhausgase auf den Klimawandel.

ISSB: International Sustainability Standards Board

Das ISSB ist eine geplante unabhängige Organisation, die internationale Standards für die Berichterstattung über Nachhaltigkeitsinformationen entwickeln wird, um Konsistenz und Vergleichbarkeit zu fördern.

LCA: Life Cycle Assessment

Eine LCA ist eine umfassende Methode zur Bewertung der Umweltleistung eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg, einschließlich Herstellung, Nutzung und Entsorgung.

PCF: Product Carbon Footprint

Der Product Carbon Footprint (PCF) ist eine Maßzahl für die Gesamtemissionen von Treibhausgasen, die während des Lebenszyklus eines Produkts entstehen, einschließlich der Herstellung, des Transports, der Nutzung und der Entsorgung. Er dient dazu, die Umweltauswirkungen eines Produkts in Bezug auf den Klimawandel zu quantifizieren und zu kommunizieren. Durch die Berechnung und Offenlegung des PCF können Unternehmen ihre Produkte optimieren und Verbrauchern ermöglichen, informierte Entscheidungen zu treffen, die den Klimaschutz unterstützen.

PCR: Product Category Rules

PCRs sind Regeln, die festlegen, wie Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für bestimmte Produktkategorien erstellt werden sollen, einschließlich der Daten, Annahmen und Methoden, die bei der Ökobilanzierung verwendet werden.

SASB: Sustainability Accounting Standards Board

SASB ist eine Organisation, die branchenspezifische Standards für die Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in die Finanzberichterstattung von Unternehmen entwickelt, um Investoren fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Scope 1 Emissionen

Scope 1 nach GHG Protokoll umfasst direkte Treibhausgasemissionen, die durch die Verbrennung von Brennstoffen oder anderen Aktivitäten entstehen, die direkt von einer Organisation kontrolliert werden.

Scope 2 Emissionen

Scope 2 bezieht sich auf indirekte Treibhausgasemissionen, die durch die Erzeugung von gekaufter Elektrizität, Dampf, Heizung oder Kühlung entstehen, die von Dritten produziert werden.

Scope 3 Emissionen

Scope 3 beinhaltet alle weiteren indirekten Treibhausgasemissionen, die durch die Wertschöpfungskette einer Organisation entstehen, einschließlich Emissionen aus der Produktion von gekauften Gütern und Dienstleistungen, den Transport sowie die Entsorgung von Abfall.